🐕ShibaWorld
Anmelden

Einen seriösen Shiba Inu Züchter in Deutschland finden: Der vollständige Leitfaden

· Updated 25. Juni 2026· 5 Min. Lesezeit

Suchen Sie nach Züchtern, die dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und dessen Shiba-Mitgliedsverein, dem CfCNH (Club für Chinesische und Nordsibirische Hunde), angeschlossen sind. Besuchen Sie den Züchter persönlich, lernen Sie beide Elterntiere kennen, verlangen Sie Gesundheitsdokumentationen und rechnen Sie mit einem Preisrahmen von 1.200–2.500€. Achten Sie darauf, dass die Welpen mit EU-Heimtierausweis, Impfungen und FCI/VDH-Ahnentafeln abgegeben werden.

Einen seriösen Shiba Inu Züchter in Deutschland finden: Der vollständige Leitfaden

Einen seriösen Shiba Inu Züchter in Deutschland finden: Der vollständige Leitfaden

Ein seriöser Shiba Inu Züchter in Deutschland ist beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) registriert und idealerweise Mitglied im CfCNH (Club für Chinesische und Nordsibirische Hunde) oder im KfT (Kleiner Münsterländer Verband – Shiba-Kontaktstelle). Solche Züchter stellen FCI-anerkannte Ahnentafeln aus, führen Gesundheitsuntersuchungen bei den Zuchttieren durch, sozialisieren die Welpen sorgfältig und laden Sie gerne zu sich nach Hause ein. Rechnen Sie mit etwa 1.200–2.500€ für einen gut gezüchteten Welpen und seien Sie darauf vorbereitet, selbst gründlich überprüft zu werden – ein guter Züchter wählt seine Käufer ebenso sorgfältig aus wie umgekehrt.

Beginnen Sie mit den offiziellen Rassevereinen

Deutschlands Dachverband für Hundezucht ist der VDH, der seinerseits Mitglied der FCI (Fédération Cynologique Internationale) ist. Über die offiziellen Wege zu gehen, ist die mit Abstand wirksamste Methode, um Welpenfabriken und nicht autorisierte Verkäufer auszusortieren.

  • VDH-Züchtersuche (www.vdh.de): Filtern Sie nach Rasse „Shiba“ und durchstöbern Sie aktuelle Würfe.
  • CfCNH (Club für Chinesische und Nordsibirische Hunde): Der zuständige Shiba Inu Verein in Deutschland; die meisten seriösen Züchter sind hier organisiert.
  • KfT (Kulturfachverband für Terrier und Jagdgebrauchshunde): Einige Shiba-Züchter sind ebenfalls hier gelistet.
  • FCI-Ahnentafel-Datenbanken: Überprüfen Sie, ob die Hunde eines Züchters tatsächlich registriert sind.

Wenn ein Züchter keine FCI/VDH-Papiere vorlegen kann, gehen Sie weiter – egal wie überzeugend seine Geschichte klingt.

Welche Gesundheitstests Sie verlangen sollten

Da Shiba Inus zu einer Reihe erblicher Erkrankungen neigen, untersuchen verantwortungsvolle deutsche Züchter ihre Zuchttiere vor der Verpaarung. Verlangen Sie die Vorlage der tierärztlichen Originaldokumentation (nicht nur eine mündliche Bestätigung):

  • Hüfte: HD-Beurteilung (A, B oder mindestens C akzeptabel).
  • Kniescheibe: Untersuchung auf Patellaluxation, ein bekanntes Problem in der Rasse.
  • Augen: CER/ECVO-Augenuntersuchung auf PRA, Katarakt und Glaukom (die Rasse ist für das primäre Engwinkelglaukom prädisponiert).
  • Schilddrüse: Screening auf Hypothyreose, häufig bei Shibas mittleren Alters.
  • Gentests: Viele Züchter führen zusätzlich Embark- oder vergleichbare Panels durch.

Ein ernsthafter Züchter teilt die Ergebnisse offen mit und erläutert die Bedeutung jedes Tests. Idealerweise gehört er zudem der GRSK (Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen) für die Hüftzertifizierung an.

Fragen, die Sie dem Züchter stellen sollten

Ein vertrauenswürdiger Züchter erwartet eine lange Fragenliste – und beantwortet sie geduldig. Kommen Sie vorbereitet:

  • Wie lange züchten Sie schon Shibas, und was ist Ihre Zuchtphilosophie?
  • Aus welchen Linien stammen Ihre Hunde (häufig eine Mischung aus japanischen, amerikanischen oder europäischen Zwingern)?
  • Wie viele Würfe hat jede Hündin, und in welchem Abstand?
  • Wie werden die Welpen in den ersten 8–10 Wochen sozialisiert?
  • Stellen Sie einen schriftlichen Vertrag mit Gesundheitsgarantie und Rückgabeklausel zur Verfügung?
  • Nehmen Sie den Hund in jedem Alter zurück, wenn sich die Umstände ändern?
  • Kann ich die Mutter (und idealerweise den Vater) kennenlernen?
  • Welche Fütterungs- und Entwurmungsprotokolle wenden Sie an?

Wenn der Züchter defensiv reagiert, einen Hausbesuch verweigert oder zu einem schnellen Verkauf drängt, behandeln Sie dies als Warnsignal.

Besuchen Sie den Züchter persönlich

Kaufen Sie niemals einen Shiba Inu Welpen ungesehen, insbesondere nicht von einer unbekannten Person online. Ein Besuch vor Ort verrät weit mehr als Fotos es jemals könnten.

  • Sauberkeit: Das Anwesen sollte nach Hund riechen, aber nicht nach Ammoniak oder Abfall.
  • Bedingungen: Welpen, die im Haus aufwachsen, nicht in Außenzwingern.
  • Temperament: Die Mutter sollte ruhig und zutraulich sein, nicht ängstlich oder aggressiv.
  • Sozialisierung: Welpen, die Haushaltsgeräuschen, Kindern und anderen Tieren ausgesetzt werden.
  • Dokumentation: EU-Heimtierausweis, Mikrochip, Erstimpfungen und Entwurmungsprotokoll.

Warnzeichen und zu vermeidende Welpenfabriken

Deutschland hat die Gesetze zur kommerziellen Hundezucht verschärft, dennoch existieren Betrügereien. Meiden Sie jeden Verkäufer, der:

  • Auf allgemeinen Kleinanzeigenportalen (Quoka, eBay Kleinanzeigen) ohne VDH-Anbindung inseriert.
  • Mehrere Rassen gleichzeitig anbietet.
  • Ihnen die Elterntiere nicht zeigen kann oder will.
  • Keine Warteliste führt und „immer Welpen verfügbar“ hat.
  • Sie vor einem Besuch zu einer Anzahlung drängt.
  • Ungewöhnlich niedrige Preise aufruft (unter 1.000€) – seriöse Shiba-Zucht ist teuer.

Ziehen Sie Adoption und Tierschutz in Betracht

Der Shiba Inu ist in deutschen Tierheimen nicht häufig vertreten, aber es kommt vor – besonders wenn Besitzer den Jagdtrieb, die Eigenständigkeit oder den Haarausfall der Rasse unterschätzen. Organisationen wie der Tierschutzverein, Shiba Inu Notvermittlung (Notfall-Vermittlungsnetzwerke) sowie rassespezifische Vereine haben gelegentlich Junghunde oder aus der Zucht ausscheidende Hunde. Die Vermittlungsgebühren liegen typischerweise bei 200–400€ und beinhalten meist Kastration/Sterilisation sowie Impfungen.

Praktische Tipps für internationale Käufer innerhalb Deutschlands

Wenn Sie in Deutschland leben, aber kein deutscher Staatsbürger sind, ist der Ablauf weitgehend identisch. Stellen Sie sicher, dass der Welpe mit folgenden Unterlagen abgegeben wird:

  • Einer FCI/VDH-Ahnentafel (erforderlich für jede spätere offizielle Zucht).
  • Einem EU-Heimtierausweis mit Tollwutimpfung (wichtig, falls Sie jemals reisen).
  • Einem in einer nationalen Datenbank registrierten Mikrochip (TASSO oder Deutsches Haustierregister).
  • Einem Kaufvertrag mit Gewährleistungsfrist – das deutsche Verbraucherrecht schreibt bei verschwiegenen Erbfehlern mindestens ein Jahr vor.

Einen seriösen Shiba Inu Züchter in Deutschland zu finden, erfordert Geduld, doch die Belohnung ist ein gesunder, gut sozialisierter Begleiter, der 13–16 Jahre an Ihrer Seite leben wird.

FAQ

Q: Wie viel kostet ein Shiba Inu Welpe von einem VDH-Züchter in Deutschland? A: Rechnen Sie mit 1.200–2.500€ für einen Welpe in Heimtierqualität von einem VDH-anerkannten Züchter. Show- oder zuchtqualifizierte Welpen aus titulierten Linien können über 3.000€ kosten.

Q: Ist der CfCNH der offizielle Shiba Inu Verein in Deutschland? A: Ja, der CfCNH (Club für Chinesische und Nordsibirische Hunde) ist der vom VDH anerkannte Verein, der die Shiba Inu Zucht in Deutschland betreut, und die meisten seriösen Züchter sind Mitglied.

Q: Kann ich einen Shiba Inu stattdessen aus Japan oder den USA importieren? A: Ja, aber rechnen Sie mit höheren Kosten (4.000–8.000€), strengen Einfuhrdokumenten einschließlich CITES (für einige Linien), Tollwut-Antikörpertest und einer längeren Wartezeit. Viele deutsche Käufer bevorzugen aus Gründen der Einfachheit heimische VDH-Züchter.

Q: Ab welchem Alter darf ein Shiba Inu Welpe den Züchter verlassen? A: Nach dem deutschen TierschHundeG (Tierschutz-Hundegesetz) und den VDH-Regeln dürfen Welpen frühestens im Alter von 8 Wochen von der Mutter getrennt werden – die meisten verantwortungsvollen Shiba-Züchter geben sie erst mit 10–12 Wochen zur ausreichenden Sozialisierung ab.

Weiterlesen