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Wie man einen zweiten Hund an seinen Shiba Inu gewöhnt

· Updated 25. Juni 2026· 4 Min. Lesezeit

Stelle den neuen Hund deinem Shiba auf neutralem Boden bei einem parallelen Spaziergang vor, halte beide Hunde an lockerer Leine und lass sie das Tempo bestimmen. Die meisten Shibas akzeptieren einen gut passenden zweiten Hund innerhalb von 2–4 Wochen, wenn die Begegnungen ruhig, kurz und über mehrere Tage verteilt wiederholt werden, bevor sie sich zu Hause einen Raum teilen.

Wie man einen zweiten Hund an seinen Shiba Inu gewöhnt

Einen zweiten Hund in ein Zuhause mit einem Shiba Inu zu holen, ist durchaus machbar, erfordert jedoch Geduld, Planung und Respekt vor der eigenständigen Natur deines Shiba. Shibas sind bekannt dafür, wählerisch bei Hundebegleitern zu sein, und binden sich stark an ihr Revier. Der Gewöhnungsprozess ist daher weniger eine Frage der Sozialisierung zweier Hunde als vielmehr des Managements von Territorium, Ressourcen und Rangordnung. Richtig durchgeführt akzeptieren die meisten Shibas einen neuen Mitbewohner innerhalb von 2–4 Wochen, und viele entwickeln im Laufe der Zeit eine echte Zuneigung.

Der größte Fehler, den Besitzer machen, ist, den neuen Hund im Haus selbst vorzustellen. Das ist das Revier deines Shiba, und ein Fremder, der durch die Tür spaziert, wird als Eindringling wahrgenommen. Behandle die Vorstellung stattdessen wie eine Verhandlung zwischen zwei Diplomaten: neutraler Boden, parallele Bewegung, kein direkter Kontaktdruck.

Den richtigen zweiten Hund wählen

Rasse, Alter und Energielevel sind wichtiger, als du vielleicht denkst.

  • Geschlechterkombination: Paarungen unterschiedlichen Geschlechts verlaufen meist am reibungslosesten. Zwei intakte Rüden sind die Kombination mit dem höchsten Risiko, besonders bei einem gleichgeschlechtlichen Shiba. Lass beide Hunde möglichst vor der Vorstellung kastrieren bzw. sterilisieren.
  • Energieabgleich: Ein temperamentvoller Junghund wird einen erwachsenen Shiba überfordern. Ruhige, selbstbewusste, hundeerfahrene Rassen eignen sich gut: Viele Shibas kommen mit einem Basenji, einem anderen kleinen Spitz-Typ oder einer entspannten kleinen Begleithunderasse gut zurecht.
  • Alter: Ein Welpe unter 16 Wochen wird oft leichter akzeptiert als ein weiterer Erwachsener, aber rechne mit einem langen, geduldigen Zeitraum, in dem dein Shiba Grenzen setzt.
  • Größe: Bleibe in der Nähe des Shiba-Gewichtsbereichs von 8–10 kg. Ein deutlich größerer Hund kann Abwehrreaktionen auslösen; eine Zwerghunderasse kann den Beutetrieb wecken.

Die Vorstellung auf neutralem Boden inszenieren

Bringe den neuen Hund nicht direkt in dein Haus. Wähle einen ruhigen Park, einen leeren Bürgersteig oder den Garten eines Freundes, an dem dein Shiba noch nie gewesen ist.

  1. Paralleler Spaziergang: Mit einem Hundeführer pro Hund lauft ihr 3–5 Meter voneinander entfernt in dieselbe Richtung. Kein Blickkontakt zwischen den Hunden, kein Begrüßung, nur Bewegung.
  2. Auf die Körpersprache achten: Achte auf lockere Körper, weiche Ruten und gelegentliche Blicke. Angespannte Haltung, starres Anstarren oder ein verstummter Shiba sind Warnzeichen, kein grünes Licht.
  3. Langsam annähern: Über 10–15 Minuten verringere den Abstand in Schritten von 1–1,5 Metern. Wenn sich einer der Hunde versteift, den Abstand wieder vergrößern.
  4. Kurze Begegnung an der Leine: Erst wenn beide Hunde ruhig sind, erlaube eine 3–5 Sekunden dauernde Nasen-zu-Nase-Begegnung, rufe sie dann weg und belohne sie mit Leckerlis.

Erwarte etwas Lautgebung. Shibas sind dramatische Kommunikatoren, und ein paar spitze Belllaute oder ein tiefes Knurren sind normales Grenzensetzen, keine Aggression.

Den neuen Hund richtig nach Hause bringen

Dein Shiba sollte das Haus zuerst betreten. Der neue Hund sollte 5–10 Minuten später angeleint folgen und direkt in einen vorher eingerichteten Bereich mit eigenem Bett, Wasser und Spielzeug gehen.

  • Die ersten 3–7 Tage trennen: Verwende Babygitter oder Boxen, damit die Hunde sich sehen und riechen können, ohne vollen Kontakt. Tausche täglich Decken zwischen den beiden Hunden aus, um ein gemeinsames Geruchsprofil aufzubauen.
  • Parallele Routinen: Füttere, gehe spazieren und spiele anfangs getrennt mit ihnen. Geteilte Ressourcen sind der Auslöser Nummer eins für Konflikte beim Shiba.
  • Beaufsichtigte gemeinsame Zeit: Kurze, positive Einheiten von 15–30 Minuten, dann wieder trennen. Steigere die Dauer schrittweise.

Die klassischen Shiba-Auslöser im Griff behalten

Shibas sind von Natur aus Ressourcenschützer und Reviermarkierer. Sei proaktiv.

  • Futter: Füttere immer getrennt, auch langfristig. Nimm die Näpfe nach den Mahlzeiten weg.
  • Spielzeug und Knochen: Halte hochwertige Gegenstände aus dem Verkehr, bis die Beziehung gefestigt ist.
  • Der Shiba-Schrei und die Zoomies: Dein Shiba kann einen „Shiba 500" hinlegen oder Laut geben, wenn er überreizt ist. Das ist meist Stress, keine Aggression. Biete ihm eine Rückzugszone (Box, Laufstall oder Zimmer), in die der neue Hund nicht folgen darf.
  • Ausbruchsrisiko: Stelle sicher, dass Zäune und Tore vom ersten Tag an sicher sind. Ein gestresster Shiba ist ein Ausbruchskünstler.

Wann man sich Hilfe holen sollte

Wenn einer der Hunde nach 2–3 Wochen sorgfältigem Management ständig eskaliert, mit Kontakt zuschnappt, das Futter verweigert oder Raum verteidigt, engagiere einen zertifizierten gewaltfreien Verhaltensberater. Bestrafe Knurren nicht; es ist Kommunikation, und es zu unterdrücken beseitigt dein Frühwarnsystem.

Mit der richtigen Wahl, neutralen Vorstellungen und einer langsamen Eingewöhnung zu Hause kann dein Shiba vom Dulden eines zweiten Hundes dazu übergehen, die Gesellschaft wirklich zu schätzen – oft innerhalb eines Monats.

FAQ

Wird sich mein Shiba Inu mit einem anderen Hund verstehen?

Die meisten Shibas akzeptieren einen gut passenden zweiten Hund innerhalb von 2–4 Wochen, wenn sie richtig vorgestellt werden, aber sie sind eine eigenständige Rasse und werden vielleicht nie so offensichtlich sozial wie ein Labrador. Die Verträglichkeit hängt von der Geschlechterkombination, dem Energielevel und dem Management der Vorstellungen ab.

Sollte ich einen Welpen oder einen weiteren erwachsenen Hund für meinen Shiba nehmen?

Ein Welpe unter 16 Wochen wird meist leichter akzeptiert, weil erwachsene Shibas Welpen als nicht bedrohlich einstufen. Ein erwachsener Hund funktioniert auch, erfordert aber ein strengeres Abgleichen bei Größe, Energie und Geschlecht.

Wie lange dauert es, bis ein Shiba einen neuen Hund akzeptiert?

Mit Vorstellungen auf neutralem Boden und einer 3–7-tägigen Trennungsphase zu Hause zeigen die meisten Shibas innerhalb von 2–4 Wochen deutliche Akzeptanz, wobei eine vollständige Bindung 2–3 Monate dauern kann.

Ist es besser, zwei Shibas zu haben oder einen Shiba und eine andere Rasse?

Zwei Shibas können funktionieren, aber gleichgeschlechtliche Shiba-Paare bergen ein höheres Konfliktrisiko. Viele Besitzer empfinden einen ruhigen Hund des anderen Geschlechts einer passenden Rasse (Basenji, kleiner Spitz, entspannte Begleithunderasse) als die reibungslosere Kombination.

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