Warum leckt mein Shiba Inu ständig seine Pfoten? 7 häufige Ursachen
Shiba Inus lecken ihre Pfoten am häufigsten aufgrund einer atopischen Dermatitis (Umweltallergien), der häufigsten Hauterkrankung dieser Rasse. Weitere häufige Ursachen sind Futterallergien, Flöhe, Langeweile oder Stress, Schmerzen durch eine Verletzung oder ein fest sitzender Fremdkörper wie eine Grannen. Wenn das Lecken anhaltend ist, die Haut gerötet ist oder die Pfoten nach Hefe riechen, ist ein Tierarztbesuch ratsam.

Schnelle Antwort
Wenn dein Shiba Inu seine Pfoten nicht in Ruhe lässt, ist die wahrscheinlichste Ursache atopische Dermatitis – Umweltallergien auf Dinge wie Pollen, Hausstaubmilben oder Gras. Shibas gehören zu den Rassen, die am stärksten für diese Erkrankung anfällig sind. Futterallergien, Flöhe, Verletzungen und Verhaltensprobleme (Langeweile oder Angst) ergänzen die üblichen Verdächtigen. Rote, geschwollene, übel riechende oder verletzte Haut bedeutet: ab zum Tierarzt.
1. Atopische Dermatitis (Umweltallergien)
Atopische Dermatitis ist der mit Abstand häufigste Grund, warum Shibas ihre Pfoten lecken. Die Rasse hat eine gut dokumentierte genetische Veranlagung für allergische Hauterkrankungen. Das Immunsystem reagiert übermäßig auf luftgetragene Allergene – Gräserpollen, Baumpollen, Schimmel, Hausstaubmilben – und Pfoten, Bauch, Ohren und Achselhöhlen werden intensiv juckend. Häufig siehst du:
- Rosa oder rostfarbene Verfärbungen auf weißem Fell (durch Speichel + Porphyrine)
- Kauen zwischen den Zehen
- Juckende Ohren und Reiben des Gesichts
- Symptome, die saisonal oder ganzjährig auftreten
Die Diagnose erfolgt durch Ausschluss anderer Ursachen, gefolgt von einem Intrakutan- oder Serum-Allergietest. Behandlungsoptionen sind Apoquel, Cytopoint-Injektionen, Immuntherapie (Allergiespritzen/-tropfen) und regelmäßige Fußbäder mit Chlorhexidin oder Haferflockenbädern nach Spaziergängen.
2. Futterallergien
Futterunverträglichkeiten bei Shibas äußern sich oft als juckende Pfoten, wiederkehrende Ohrenentzündungen und weicher Kot. Die häufigsten Auslöser sind Huhn, Rind, Milchprodukte und Weizen. Eine 8–12-wöchige Eliminationsdiät mit einem neuartigen oder hydrolysierten Protein ist der einzige zuverlässige Weg zur Bestätigung. Eine Besserung zeigt sich meist innerhalb von 4–6 Wochen, wenn Futter die Ursache ist.
3. Flöhe und Parasiten
Ein einziger Flohbiss kann bei einem flohallergischen Hund eine Reaktion am ganzen Körper auslösen. Da Shibas sehr reinliche Hunde sind, fressen sie Flöhe oft auf, bevor du überhaupt einen siehst. Überprüfe die Schwanzwurzel, die Leiste und den Bauch auf Flohkot. Milben (Demodex oder Sarcoptes) können ebenfalls intensives Pfotenlecken verursachen. Monatliche Präparate vom Tierarzt sind die einfachste Lösung.
4. Schmerzen oder Verletzungen
Pfotenlecken kann direkt auf Schmerzen hinweisen. Achte genau auf:
- Eingerissene oder rissige Kralle
- Verletztes Pfotenballen oder Fremdkörper (Grannen, Klette, Fuchsschwanz)
- Patellaluxation – Shibas sind überrepräsentiert; Hunde lecken oft am Knie/Sprunggelenk
- Hüftdysplasie (etwa 7,6 % der Shibas sind im OFA-Test betroffen)
- Verstauchung oder Weichteilverletzung
Wenn sich dein Shiba plötzlich auf eine Pfote fixiert und humpelt, gehe innerhalb von 24 Stunden zum Tierarzt.
5. Verhaltensbedingte Ursachen: Langeweile, Stress oder OCD
Shibas sind intelligent, energiegeladen und bekannt für ihre Eigenständigkeit. Unterforderte Shibas entwickeln zwanghaftes Lecken, ein dokumentiertes zwanghaftes Verhalten bei Hunden. Auslöser sind:
- Lange Stunden allein
- Mangel an täglicher Bewegung (Shibas brauchen 45–60 Minuten)
- Stress im Haushalt, neue Haustiere, Umzug
- Unzureichende geistige Auslastung (Denkspielzeug, Nasenarbeit, Training)
Die berühmten „Shiba 500"-Zoomies und Pfotenlecken treten oft gemeinsam als Übersprungverhalten auf. Ein müder Shiba ist ein ruhiger Shiba.
6. Hefe- oder bakterielle Infektion
Ständige Feuchtigkeit zwischen den Zehen schafft ein perfektes Umfeld für Malassezia-Hefen und Pseudomonas-Bakterien. Typische Anzeichen:
- Frito-, Tortilla-Chip- oder Hefebrotgeruch
- Braune, fettige oder wachsartige Verfärbung zwischen den Zehen
- Verdickte, elefantenartige Haut in chronischen Fällen
Diese Infektionen entstehen fast immer aus einer zugrundeliegenden Allergie, also behandle sowohl die Infektion (medizinische Tücher, Sprays oder orale Antipilzmittel) als auch die Ursache.
7. Trockene Haut oder winterliche Risse
In trockenem Klima und im Winter können die Pfotenballen deines Shiba Risse bekommen und jucken. Das doppelte Fell der Rasse trocknet die Haut zusätzlich aus, wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt. Ein Pfotenbalsam mit Sheabutter sowie Omega-3-Fettsäuren (Fischöl) im Futter bessern das Ganze normalerweise innerhalb von 1–2 Wochen.
Was du jetzt zu Hause tun kannst
- Wische die Pfoten nach jedem Spaziergang mit einem feuchten Tuch oder einer Chlorhexidin-Tuch ab
- Verwende einen Elizabethanischen Kragen (Trichter), um den Leck-Kreislauf zu unterbrechen und die Haut heilen zu lassen
- Ergänze ein Fischöl-Supplement (achte auf EPA/DHA auf dem Etikett)
- Staubsauge und wasche die Bettwäsche wöchentlich, um Hausstaubmilben zu reduzieren
- Biete tägliche geistige Auslastung: Schnüffelteppiche, Lickmatten, Trainingseinheiten
Wann zum Tierarzt
- Lecken für mehr als ein paar Minuten pro Tag
- Rote, geschwollene, blutende oder übel riechende Pfoten
- Plötzliches Auftreten mit Humpeln
- Begleitet von Ohrenkratzen oder Gesichtreiben
- Keine Besserung nach 1–2 Wochen häuslicher Pflege
Dein Tierarzt kann eine Hautzytologie, einen Diätversuch, Röntgenaufnahmen oder eine Überweisung an einen Hauttierarzt empfehlen. Shibas sprechen gut auf frühzeitige Behandlung an, und die meisten allergiebedingten Pfotenlecker sind mit dem richtigen Plan gut behandelbar, wenn auch nicht heilbar.
Hinweis zum Fellwechsel
Zweimal im Jahr (Frühling und Herbst) verlieren Shibas enorm viel Unterwolle. Leicht verstärktes Pfotenlecken in diesen Phasen ist normal und klingt meist ab, sobald sich das neue Fell gesetzt hat.
FAQ
Kann ich Benadryl gegen die juckenden Pfoten meines Shiba verwenden?
Diphenhydramin (Benadryl) wird manchmal mit 1 mg pro Pfund dosiert, ist aber sedierend, oft wirkungslos bei echtem atopischem Juckreiz und kann mit anderen Medikamenten wechselwirken. Apoquel oder Cytopoint, vom Tierarzt verschrieben, sind deutlich wirksamer und sicherer bei chronischem Pfotenlecken.
Wie erkenne ich, ob das Pfotenlecken meines Shiba allergisch oder verhaltensbedingt ist?
Allergisches Lecken geht meist mit geröteter Haut, Ohrenkratzen, Gesichtreiben und saisonalen Mustern einher. Verhaltensbedingtes Lecken ist gleichmäßiger, wird durch vorhersehbare Ereignisse wie Alleinsein ausgelöst, und die Haut sieht anfangs normal aus. Ein Tierarztbesuch kann mit Hautzytologie und Diätversuch Allergien bestätigen oder ausschließen.
Ist Pfotenlecken ein Zeichen für Hüftdysplasie bei Shibas?
Ja, manchmal. Etwa 7,6 % der Shibas sind im OFA-Test von Hüftdysplasie betroffen. Hunde mit Hüft- oder Knieschmerzen (einschließlich Patellaluxation, die bei der Rasse häufig vorkommt) lecken oft die Pfote oder den Unterschenkel der betroffenen Gliedmaße. OFA-Hüft- und Patella-Screening sind Teil des empfohlenen CHIC-Panels.
Welches Futter ist am besten für einen Shiba mit juckenden Pfoten?
Es gibt kein einzelnes bestes Futter, aber Eliminationsdiätversuche verwenden typischerweise neuartige Proteine (Ente, Wild, Kaninchen) oder hydrolysierte Proteindiäten wie Royal Canin HP oder Hill's z/d über 8–12 Wochen. Viele Shibas verbessern sich mit Fisch- oder Lamm-basiertem Futter ohne Huhn oder Rind.
⚕️ This article is researched from the AKC and NIPPO breed standards, OFA/CHIC health data and veterinary sources. It is for general information only and is not a substitute for advice from your own veterinarian.



